Glassorten

Die unüberschaubare Welt des Glases

Glas ist aus einem Gemisch aus Sand, Kalk und Soda zusammengesetzt. Glas ist ein stofflich einheitliches Schmelzprodukt, das abgekühlt und erstarrt ist, ohne merklich zu kristallisieren. Gläser schmelzen nicht bei einer bestimmten Temperatur, sondern werden über einen weiten Temperaturbereich weich. Man nennt diese Substanzen auch amorph (griech. a: nicht, morphe: Gestalt; also formlos, gestaltlos). Treffend spricht man auch von einer unterkühlten Schmelze oder vom plastischen Zustand.

Glas-Eigenschaften haben viele anorganische Stoffe wie z. B. Schmelzen von Boraten oder Phosphaten, die in der klassischen Analytik eine wichtige Rolle spielten. Natürlich ist das Glas selbst zu nennen. Hierzu gehören aber auch der aufgeschmolzene Quarz, der rasch abkühlt. Sogar unter den organischen Stoffen findet man Gläser: Das sind vor allem Kunststoffe wie das Plexiglas oder PVC ohne Weichmacherzusatz. Sogar tiefgekühltes Gummi hat glasartige Eigenschaften.

Im Glas geht jedes Elektron eine Verbindung mit einem anderen Teilchen ein und bildet ein Molekül. Innerhalb des Moleküls bewegt sich das Elektron auf fest vorgeschriebenen Bahnen. Zwischen den Molekülen ist außerdem viel Platz. Trifft ein Lichtteilchen auf das Glas, hindert es also nichts das Glas zu durchdringen. Durch das Licht wird das Glas also durchsichtig. Man kann durch Zugabe von speziellen Materialien zur Schmelze die Durchlässigkeit blockieren. Zum Beispiel kann man optisch klare Gläser für infrarotes Licht undurchdringbar machen, die Wärmestrahlung ist blockiert. Die bekannteste Steuerung der Durchlässigkeit ist die Färbung. Es können die verschiedensten Farben erzielt werden. Andererseits gibt es undurchsichtiges Glas, das schon aufgrund seiner Hauptkomponenten oder der Zugabe von Trübungsmitteln opak (mehr oder weniger Lichtundurchlässig) ist.

Es gibt unzählige Glassorten, die sich je nach ihrem Zweck unterscheiden. Damit dieses Glas manuell verarbeitet werden kann muss es jeweils ganz bestimmte Merkmale aufweisen.

Für das Perlenwickeln sind zwei Hauptunterscheidungsmerkmale ausschlaggebend:

-Weichglas: Das Glas aus dem die meisten Perlen bestehen.

-Hartglas: Besser als Borosilicat oder Boro bekannt

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